Vorschriftzeichen
 

Vorschriftszeichen - Haltestellen, Sonderwege


Hier finden Sie die Vorschriftszeichen für Haltestellen und Sonderwege gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO) auf einen Blick.
Laut den Änderungen im Verkehrszeichenkatalog, der seit April 2020 gültig ist, und der geänderten StVO werden einige neue Vorschriftszeichen und Sinnbilder aufgestellt, einige Zeichen entfallen. Die Neufassung der StVO zeigt im wesentlichen Veränderungen in Fußgängerzonen sowie auf beschilderten Geh- und Radwegen, wie zum Beispiel das Verkehrszeichen 244.3 und 244.4 "Beginn und Ende einer Fahrradzone", das Straßenverkehrszeichen Nr. 350.1 und 350.2 "Beginn und Ende eines Radschnellwegs" sowie das Verkehrszeichen 277.1 und 281.1 "Überholverbot und Ende des Überholverbots von 1-spurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kfz und Krafträder mit Beiwagen. Der Verkehrszeichenkatalog, kurz VzKAT, ist für die einheitliche Gestaltung der Verkehrszeichen in Deutschland wichtig. Er ist Anlage der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO) und wird im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Vorschriftszeichen stehen im Allgemeinen an einer Stelle, wo direkt die Anordnung oder das Gebot zu befolgen ist und gelten in Fahrtrichtung. In der Regel stehen die Vorschriftzeichen auf der rechten Fahrbahn-Seite.

1. Warte- und Haltegebote
2. Vorgeschriebene Fahrtrichtungen
3. Vorgeschriebene Vorbeifahrt
4. Haltestellen
5. Sonderwege
6. Verkehrsverbote
7. Streckenverbote
8. Halteverbote

4. Haltestellen - Verkehrszeichen Haltestelle


Vorschriftzeichen 224


Straßenbahnen oder Linienbusse



Straßenbahnen oder Linienbusse
Das Zeichen 224 mit dem Zusatzschild (Schulbus) kennzeichnet eine Schulbushaltestelle.
Vorschriftzeichen 229

Verkehrszeichen Taxistand

Taxistand
Ein Zusatzschild kann die Anzahl der vor- gesehenen Taxen angeben.
 

5. Sonderwege - Verkehrsschilder Fahrradweg, Fußgängerüberweg und Reitweg


Zeichen 237 Zeichen 238 Zeichen 239
Verkehrszeichen Radfahrer Verkehrszeichen Reiter Verkehrszeichen Fußgänger
Radfahrer Reiter Fußgänger

Die Verkehrsschilder Fahrrad, Fußgänger oder Reiter stehen rechts oder links. Die Sinnbilder der Vorschriftszeichen 237 und 239 können auch gemeinsam auf einem Schild, durch einen senkrechten weißen Streifen getrennt, gezeigt werden. Ein gemeinsamer Rad- und Gehweg kann durch ein Schild gekennzeichnet sein, das - durch einen waagerechten weißen Streifen getrennt - die entsprechenden Sinnbilder zeigt. Das Zeichen Fußgänger steht nur dort, wo eine Klarstellung notwendig ist. Durch ein Zusatzschild kann die Benutzung des Radweges durch Mofas gestattet werden

Verkehrszeichen Fahrrad- und Fußgängerwege

Verkehrsschild 240

Verkehrszeichen gemeinsamer Fuß- und Radweg

gemeinsamer Fuß- und Radweg

Verkehrsschild 241

Verkehrszeichen getrennter Fuß- und Radweg

getrennter Fuß- und Radweg
 

Die Zeichen bedeuten:
  1. Radfahrer, Reiter und Fußgänger müssen die für sie bestimmten Sonderwege benutzen. Andere Verkehrsteilnehmer dürfen sie nicht benutzen.
  2. wer ein Mofa durch Treten fordbewegt, muß den Radweg benutzen.
  3. auf einem gemeinsamen Rad- und Fußweg haben Radfahrer und die Führer von motorisierten Zweiradfahrzeugen auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen.
  4. auf Reiterwegen dürfen Pferde geführt werden.
  5. wird das Zeichen 239 durch Zusatzschild Fahrzeugverkehr zugelassen, so darf nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.
  6. wird bei Zeichen 237 durch Zusatzschild anderer Fahrzeugverkehr zugelassen, so darf nur mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden.

Verkehrszeichen 242

Verkehrszeichen Beginn eines Fußgängerbereichs

Beginn eines Fußgängerbereichs

Verkehrszeichen 243

Verkehrszeichen Ende eines Fußgängerbereichs

Ende eines Fußgängerbereichs
 

Innerhalb eines Fußgängerbereichs gilt:
  1. Der Fußgängerbereich ist Fußgängern vorbehalten. Andere Verkehrsteilnehmer dürfen ihn nicht benutzen.
  2. Wir durch Zusatzschild Fahrzeugverkehr zugelassen, so darf nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Die Fahrzeugführer dürfen Fußgänger weder gefährten noch behindern, wenn nötig, müssen sie warten.

Zeichen 244

Fahrradstraße


Zeichen 244.2

Verkehrszeichen Ende Fahrradstraße

Auf Straßen gelten die Vorschriften über die Benutzung von Fahrbahnen, abweichend
davon gilt:
  1. Andere Fahrzeugführer als Radfahrer dürfen Fahrradstraßen nur benutzen, soweit dies durch Zusatzschild zugelassen ist.
  2. Alle Fahrzeuge dürfen nur mit mäßiger Geschwindigkeit fahren.
  3. Radfahrer dürfen auch nebeneinander fahren

Verkehrszeichen 245

Verkehrszeichen Linienomnibusse

Linienomnibusse

Der so gekennzeichnete Sonderfahrstreifen ist Omnibussen des Linienverkehrs vorbehalten. Dasselbe gilt auch für Taxen, wenn dies durch das Zusatzschild 1026-30 "Taxi frei" angezeigt ist, sowie für Radfahrer, wenn dies durch das Zusatzschild 1022-10 "Fahrrad frei" gekennzeichnet ist.


Verkehrszeichen Fahrrad frei


Andere Verkehrsteilnehmer dürfen den Sonderfahrstreifen nicht benutzen.



Interessante Berichte und aktuelle Gerichtsurteile rund um die Vorschriftszeichen und Zusatzschilder Haltestelle und Fahrrad- und Fußgängerüberweg:
Missachtung der Verkehrszeichen – Die Geschwindigkeit zu reduzieren sind Autofahrerinnen und Autofahrer verpflichtet, sobald sie sich einem Zebrastreifen nähern, auch dann, wenn kein Verkehrsschild auf ihn aufmerksam macht. Das Halten und das Parken in der Nähe eines Zebrastreifens wird mit einem Bußgeld von bis zu 55 Euro geahndet. Bis fünf Meter vor und auf dem markierten Überweg ist das Abstellen von Kraftfahrzeugen verboten, damit soll die Sicht auf querende Fußgänger freigehalten werden.
Neue Verkehrsregeln für Fahrradfahrer - Wenn Sie mit Ihrem Bike unterwegs sind, sollten Sie bestimmte Regeln kennen. Das Fahrrad sollte verkehrstauglich ist. Ein Muss sind deshalb Reflektoren an Speichen und Pedalen oder den Fahrradreifen, zwei voneinander unabhängig funktionierende Bremsen sowie Rücklicht und Vorderlicht. Ferner gibt es seit 28. April 2020 neue Verkehrsschilder für Radfahrer.
Neue Vorschrift für E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h (Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung) - Ab Juni 2019 dürfen die elektrischen Tretroller auf öffentlichen Straßen fahren. Die Fahrer brauchen keine Sonderwege mehr benutzen, sondern dürfen zukünftig auf Radwege oder Fahrradstreifen fahren. Sind diese nicht vorhanden, dürfen die E-Mobile auf der Straße rollen. Auf Gehwegen und in Fußgängerzonen sind die elektronisch angetriebene City-Roller verboten.

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Ausnahmen zu der goldenen Regel "Rechts überholen" - Autofahrer dürfen laut Paragraph 5 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung, kurz StVO, beim Einfädelungsstreifen bei einer Autobahn-Einfahrt (Vorschriftszeichen 330) links überholen.
Sonderparkplätze für E-Autos - Wer die Ausnahmeregelung für das Parken von E-Mobile missbraucht, der muss gegebenenfalls mit teuren Abschleppkosten rechnen. Die Stromer dürfen spezielle Parkplätze mit Ladesäule für Elektroautos nur während eines Ladevorgangs benutzen.
MPU-Verweigerer erhält Fahrradverbot - Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat in einem Beschluss klargestellt und damit eine Behörden-Entscheidung bestätigt (Az. 11 ZB 880/16), dass man bei einer Verweigerung, der Fahrerlaubnisbehörde ein medizinisch-psychologisches Gutachten vorzulegen, auch als Radfahrer betroffen ist. Das Gericht stellte nämlich ein Fahrverbot für Fahrzeuge aller Art, dazu zählte ebenfalls das Verbot zum Fahrradfahren aus.
Kabinett beschließt StVO Novelle 2016 - Zu dieser Anordnung gehört das Tempo 30 vor Kindergärten, Schulen und Altenheimen. Außerdem sieht die Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung vor, dass Erwachsene Kinder, die auf dem Gehweg Fahrrad fahren, in Zukunft ebenfalls mit dem Rad auf dem Gehweg begleiten dürfen.
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Mehr Sicherheit für Fußgänger ab 2016 - Rund 95 Prozent aller Unfälle mit Fußgängern passieren Innerorts.
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